Glossar
Einstandspreis
Auch genannt: Landed Cost
Der Einstandspreis ist das, was ein Stück bis ins Regal gekostet hat, inklusive Fracht, Zoll und Handling.
Der Rechnungspreis ist nur ein Teil davon. Alles danach entscheidet, ob die Marge echt ist.
Was hineingehört
- Der Stückpreis auf der Bestellung
- Fracht, verteilt auf die Stücke der Sendung
- Zoll und Einfuhrabgaben
- Währungskosten, wenn du in fremder Währung gezahlt hast
- Versicherung und Handlingsgebühren
Verteile die gemeinsamen Kosten nach Wert, nicht nach Stückzahl. Eine Palette Mäntel und ein Karton Socken haben nicht denselben Anteil an der Frachtrechnung.
Warum die Lücke wehtut
Eine Jacke mit 22 Euro auf der Rechnung landet mit Luftfracht und Zoll bei 27 Euro. Zu 45 Euro verkauft sind das 51 Prozent Marge auf die Rechnung und 40 Prozent auf die Wirklichkeit.
Elf Punkte sind der Unterschied zwischen einer Zeile, die sich lohnt, und einer, die deinen Spediteur finanziert.
Wo es schiefgeht
Fracht wird als Gemeinkosten gebucht statt als Warenkosten. Sie läuft in eine Monatssumme, berührt nie den Artikel, und jede Margenauswertung ist um genau diesen Betrag zu optimistisch.
Der zweite Fehler sind alte Zahlen. Preise bewegen sich, und ein vor achtzehn Monaten gerechneter Einstandspreis beschreibt eine Sendung, an die sich niemand erinnert. Rechne neu, wenn der Lagerumschlag einer Zeile fällt, bevor du sie als Ladenhüter abschreibst.
Verwandte Begriffe
Bestellung
Auch genannt: Purchase Order, PO
Eine Bestellung ist der Beleg, mit dem du beim Lieferanten Ware orderst. Sie hält fest, was du willst, wie viel und zu welchem Preis.
Lagerumschlag
Auch genannt: Umschlagshäufigkeit
Der Lagerumschlag sagt, wie oft du deinen Bestand im Jahr verkaufst und ersetzt. Höher heißt, dein Geld arbeitet härter.
Ladenhüter
Auch genannt: Totes Kapital
Ladenhüter sind Bestände, die sich nicht verkaufen und es auch nicht mehr werden, und dabei Geld und Regalfläche binden.