Glossar
Lagerumschlag
Auch genannt: Umschlagshäufigkeit
Der Lagerumschlag sagt, wie oft du deinen Bestand im Jahr verkaufst und ersetzt. Höher heißt, dein Geld arbeitet härter.
Ein Umschlag von 6 heißt, du hast deinen durchschnittlichen Bestand sechsmal verkauft.
Die Rechnung
Wareneinsatz eines Jahres, geteilt durch den durchschnittlichen Bestandswert zum Einstandspreis.
180.000 Euro Wareneinsatz, im Mittel 30.000 Euro Bestand, Umschlag 6. Grob zwei Monate Ware im Regal.
Nimm auf beiden Seiten Einkaufswerte. Umsatz gegen Bestandskosten zu rechnen ergibt eine schöne Zahl ohne Bedeutung.
Was gesund ist
- Mode und Saisonware: 4 bis 6
- Allgemeiner Handel: 6 bis 10
- Lebensmittel und Verderbliches: deutlich höher
Das sind Startpunkte, keine Ziele. Ein zu hoher Umschlag heißt, du fährst auf Kante und nimmst dafür Fehlbestände in Kauf.
Wo es schiefgeht
Der Umschlag wird nur für den ganzen Laden betrachtet. Eine Zahl für 800 Artikel verdeckt die zwanzig Zeilen, die alles tragen, und die zweihundert, die nichts tun.
Rechne je Zeile, mindestens je Warengruppe. Dort tauchen die Ladenhüter auf, und dieselbe Liste sagt dir, welche Meldebestände zu hoch stehen.
Verwandte Begriffe
Ladenhüter
Auch genannt: Totes Kapital
Ladenhüter sind Bestände, die sich nicht verkaufen und es auch nicht mehr werden, und dabei Geld und Regalfläche binden.
Einstandspreis
Auch genannt: Landed Cost
Der Einstandspreis ist das, was ein Stück bis ins Regal gekostet hat, inklusive Fracht, Zoll und Handling.
Meldebestand
Auch genannt: Bestellpunkt
Der Meldebestand ist die Menge, bei der du nachbestellst, gesetzt so dass die Lieferung ankommt bevor du leer bist.